Lichtenrader Jazzfest, Samstag, 17.06.2016

15:00 Uhr – Vorplatz
Die Sprache der Trommel
Mamadou Mbaye , Leo Kestenberg Musikschule

Aus einer alten senegalesischen Griotfamilie stammend, legt Mamadou M´Baye schon seit vielen Jahren in Berlin. Die Griots sind die traditionellen Geschichtenerzähler, Ausrufer und Fernmelder Afrikas.
Der meisterhafte Trommler, Tänzer und Sänger hat sich inzwischen in den verschiedensten Bereichen einen Namen gemacht.
In seiner Musik werden die engen musikalischen Beziehungen und Verflechtungen zwischen Afrika und Südamerika deutlich hör- und tanzbar. Dabei ist die Musik seiner Gruppe vom authentisch, afrikanischem Pop weit entfernt, sondern erreicht vielmehr, mit europäischen und südamerikanischen Elementen, ein reizvolles Gleichgewicht zwischen Konstruktion und Authentizität.
Mamadou M’Baye versteht sich nach mehr als zwanzigjähriger Kulturvermittlung in Europa als moderner Traditionalist. Im ursprünglichen Sinn seiner afrikanischen Kultur, Tänzer, Musiker und Poet ist Mamadou M’Baye vor allem als Vermittler von Mensch zu Mensch über kulturelle Grenzen hinweg tätig und vermag den Zusammenhang zwischen dem tanzenden Körper und dem Rhythmus der Trommel beispielhaft zu vermitteln. Seiner Herkunft als Geschichtenerzähler verpflichtet, entwickelte Mamadou M’Baye seine eigenen Choreografien und Kompositionen.

„Eine universelle Sprache, ein großer Gedanke einer heiligen Seele.“

„If you can talk – you can sing, if you can walk – you can dance.“

 

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16:30 – großer Saal
W.H.A.T. – Leo Kestenberg Musikschule
Leitung: Helge Täubert

Einfühlsamer Blues, moderner Folk und Ausflüge in erdigen Country und Rock: nach einjähriger Vorbereitung verlassen W.H.A.T. die dunklen Höhlen der Proberäume und wollen ihr Publikum mit Musik aus guter amerikanischer Tradition erfreuen. Mit sanften Stimmen, Gitarren, Bass und Banjo bringen die vier nicht mehr ganz jungen Musiker bekannte und weniger bekannte Coversongs zu Gehör.

 

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17:00 – kleiner Saal
Kids in Concert – 16. Jugendjazzwettbewerb

“Kids in Concert” ist ein Gemeinschaftsprojekt des Jazz für Alle e.V. aus Berlin Tempelhof-Schöneberg und des Jazz Treff Karlshorst e.V. aus Berlin Lichtenberg. Es soll zur weiteren Fortentwicklung der Vielfältigkeit und Lebendigkeit der Berliner Musikszene beitragen.
Die Spielzeit je Gruppe beträgt maximal 25 Minuten. Zu spielen sind Titel aus dem Jazz (Ragtime bis Swing, Bebop, auch Latin und Funk). Ein Stück sollte aus dem Bereich des “Klassischen Jazz” sein (Dixieland, Swing, Blues,  New Orleans-, Chicago-Jazz).
Unsere Ziele sind, Begegnungen der Musiker/innen zu ermöglichen, Motivation für Musiker/innen und Gruppen zu bieten, ihre musikalische Arbeit weiter zu entwickeln und ihnen den Kontakt zur breiten Öffentlichkeit herzustellen. Zum aktiven Musizieren anzuregen gehört genauso dazu wie neue Zuhörer für diese kreative Musik zu gewinnen.

 

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18:30 – großer Saal
Taiko Trommeln
Solling-Obrschule Marienfelde

Nachdem die Lehrer der Solling-Schule Berlin in einem Gesundheitsworkshop im Januar 2013 überaus begeistert von unserem Taiko-Projekt sowie unserer Lehrfähigkeit waren, wurden Mittel und Weg gefunden um an dieser Oberschule die bundesweit erste und bisher einzige deutsche Schüler-Taiko-AG ins Leben zu rufen!
Unter dem Motto “Anti-Gewalt, Anti-Aggression & Motivation an Schulen” arbeiten wir im Schuljahr 2013/14 mit den freiwillig erscheinenden Schülern der 7. bis 9. Klassen in einem wöchentlichen 2-Stunden-Lernprogramm, in dessen Verlauf die Schüler kooperativ das Taiko-Trommeln erlernen und entsprechende Musikstücke einstudieren.
Dabei wird besonders auf die jeweiligen Stärken aber auch auf die Schwächen der einzelnen Teilnehmer geachtet und aktiv an der Verbesserung gearbeitet.
Das Miteinander in der Gruppe ist dabei ein tragendes Element und wurde schon in den ersten 2 Wochen begeistert von den Teilnehmern aufgenommen.
Besonders freuen wir uns darüber, dass sich für die AG bereits nach 4 Tagen 14 Schülerinnen & Schüler angemeldet hatten. Das Projekt findet mittlerweile bundesweit Beachtung und wird stetig ausgewertet.
Aber auch gerade bei den derzeitigen medizinischen “Diagnose-Trends”, wie z.B. ADS / ADHS und weiteren vermeintlichen Auffälligkeiten ist das Taiko-Trommeln eine wunderbare Möglichkeit sich auszutoben respektive sich auszudrücken. Und man darf endlich mal laut sein – in diesem Sinne “laut spielen”.

 

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19:00 – kleiner Saal

SODA: Jazz und Meer aus Berlin!

SODA – das ist ein
Jazz,Pop & Chanson Gesamtkunstwerk.

  • Stefani Miseré (vocals)
  • Berthold Pesch (accordion)
  • Tobias Ossege (contrabass)

SODA spielt eigene Stücke und covert liebevoll im SODA Style.
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SODA macht Musik mit Spaß und Leidenschaft: nie langweilig, nie bierernst und immer SO SODA!

Zum Lichtenrader Jazzfest bringt SODA ihr Erfolgsprogramm „In The Cities in The Houses“ auf die Bühne: Ein Crossover-Streifzug durch die Berliner Kieze. Treffen Sie Sabrine & Hussein, Chris & Ben, Laura & ihre Mutter, Cengiz & Ronny, Ronny & Michelle, Maik & Peggy und viele mehr, auf der Suche nach Liebe und Glück in der sommerlichen Stadt.

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19:30 – Vorplatz
Supersonics Reeds, Leo Kestenberg Musikschule, Leitung: Uwe Dohnt

Die Supersonic Reeds sind eine Bläserformation,
die ursprünglich nur als Sax-Section der “Supersonic Bigband” der LKMS gedacht war.

Zur verstärkten musikalischen Entwicklung haben sich daraus kleinere Formationen entwickelt,  die über o.g. Funktion hinaus einmal als Sax-Duo , Saxofon-Trio sowie  als Saxofon-Quartett genau auf die musikalische Entwicklung zugeschnittene Literatur spielen.

Dies reicht von bekannten Jazz-Titeln über langsamere Kompositionen der explosiven legendären Sax-Quartett-Formation “Itchy Fingers” bis zu Teilen der Dreigroschenoper (Brecht / Weill)  und mehr und bringt so eine große und lebendige musikalische Bandbreite zu Gehör.

Heute werden wir einige Stücke angepasst an den musikalischen Rahmen auswählen.

Unter der Leitung von Uwe Dohnt sind hier Teile der Besetzung zu hören und zu sehen :
Andrea Nordbrink – Sopransax, Dorothee Marzahn- Altosax, Timo Mehrländer – Tenorsax,
Kirsten Schönfeld Baritonsax,  Kelvin Thrun – Altosax,  Eike Taegner – Altosax, Tobias Frank, Altosax

 

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20:00 – großer Saal
International Jazz Project
Arik Strauss, Israel meets Piotr Rodowicz, Polen

Lutz Fußangel, Saxophon
…eine wahrhaft kosmopolitische Formation!

In Israel lebt und arbeitet der Pianist Arik Strauss, der stets neue Impulse in der Musik aufspürt und für seine Werke umsetzt. Das Erproben und Fortentwickeln neuer Stilformen auf Basis der Pianotradition ist Arik Strauss’ wesentliches Ansinnen. Aus seiner weitreichenden Erfahrung heraus als Komponist, Arrangeur und Musiklehrers, spielt er sämtliche Pianostile und Techniken in seiner eigenen Musik an, um die universelle Sprache des Klaviers deutlich zu machen. Arik Strauss kehrte nach langen Exiljahren bereits 1998 in seine Heimat Israel zurück. Zuvor lebte er in den USA und in Japan. In den 90er Jahren spielte er intensiv mit Meistern des Jazz in den New Yorker Jazzclubs, er leitete sogar die Jam-Sessions im legendären „Birdland“. Mit Mercer Ellington, dem Sohn des „Duke“, spielte er diverse Konzerte in dessen Bigband.

Der Grandseigneur der Polnischen Jazzszene, der Warschauer Bassist Piotr Rodowicz gibt sich ein Stelldichein.

Sie spielen ein modernes und innovatives Programm und entzücken mit Spielfreude und Spielwitz, mit frechen Interpretationen bekannter Titel und Eigenkompositionen. Ein gelungener Wandel zwischen den Kulturen.

 

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 21:30 – kleiner Saal
MauriPousTrio

Mauri Pous (git/comp) präsentiert zusammen mit Lars Sauthoff (e-bass) und Akira Nakamura (drums) ein eingespieltes und versiertes Trio.
Das ausschließlich aus Originalkompositionen bestehende Programm
besticht durch einzigartige Themen und ausgefeilte Arrangements,
die zugleich Sprungbrett für spannende und fesselnde Improvisationen und Interaktionen sind.

Music for grooving ´n brianing, music for body ´n soul.

https://soundcloud.com/mauri-pous
www.youtube.com/user/MauriPousTrio

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23:00 – kleiner Saal

Nightshift – Mark Waggoner, L.A.

Mark Waggoner ist ein Jazzgitarrist aus Los Angeles. Er besuchte die Universität von New Orleans sowie Berklee College of Music in Boston. Wie viele andere Jazzmusiker ist auch die Musik aus den 1960er Jahren eine große Inspirationsquelle für Mark. Aufnahmen von Künstlern wie Joe Henderson, Lee Morgan, Wayne Shorter, Miles Davis und John Coltrane gehören zu seinen Favoriten.
In seiner langen Karriere hat er u.a. mit Jack McDuff (Orgel), Buddy DeFranco (Klarinette), Bob Sheppard (Saxophon), Ron Stout (Trompete), Carl Saunders (Trompete), Don Menza (Saxophon) und Mike Fahn (Posaune) gearbeitet.

Heute Nacht spielt er mit Musikern vom Lichtenrader Jazzfest seine Musik und wird das Publikum mit seiner unnachahmlichen Klangkunst in seinen Bann ziehen.